Glasplatten scannen: Qualität, die es nie gab

Früher fotografierte man auf 4×5 Inch Glasplatten und machte Kontaktkopien in Postkartengrösse. Wollte man grössere Bilder, fotografierte man auf 8×10 Inch – und machte wieder Kontaktkopien. Vergrösserungsgeräte gab es zwar, aber die waren selten und teuer. Die meisten Aufnahmen sind als positiver Abzug nie über die Blattkopie hinausgekommen.

Das Problem heute: Trommelscanner scheitern an Glasplatten – die lassen sich nicht biegen. Hasselblad Flextight-Scanner nehmen keine starren Platten auf. Was bleibt? Meist minderwertige Digitalfotos von alten Abzügen.

Ich arbeite mit einem Heidelberg iX Topaz, einem Hochleistungs-Flachbettscanner aus den 90ern. Nach einiger Tüftelei läuft das Gerät zuverlässig auf modernen Computern. Bei 4×5 Inch Glasplatten erreiche ich ca. 15'000 Pixel Breite in 16 Bit Graustufen.

Das Resultat: Vergrösserungen auf über 1,50 Meter Breite. In Fotoqualität. Details, die zur Entstehungszeit nie sichtbar waren – weil die Negative meist nie vergrössert wurden.

Archive und Stiftungen lagern kistenweise solche Schätze. Oft existieren nur schlechte Digitalfotos. Dabei schlummert in diesen 100-jährigen Negativen ein Potential für museale Prints in nie dagewesener Qualität.

Probieren Sie es aus. Der erste Scan ist kostenlos.

100-jähriges Glasplattennegativ. Wahrscheinlich Rosenlaui-Gletscher, fotografiert von meinem Urgrossvater Paul Stähli ca. 1927, gescannt und „historisch korrekt" retuschiert. 

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